Therapie

Gemeinsam zurück zum Leben

Behandlungskonzept

Die Behandlung des Morbus Parkinson und der verwandten Bewegungsstörungen erfordert ein komplexes ganzheitliches Therapiekonzept, das individuell auf den Patienten abgestimmt wird.

Im Zentrum des Behandlungskonzepts der Parkinson-Klinik Wolfach stehen:

  • die medikamentöse Therapie,
  • die Physiotherapie
  • und die Psychotherapie. Ergänzt werden diese wesentlichen drei Säulen durch
  • die Ergotherapie und
  • die Logopädie.

Ergänzt wird es durch logopädische und ergotherapeutische Verfahren, welche integrale Bestandteile der mutimodalen Komplexbehandlung sind.

Alle Behandlungsstrategien gründen auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnis-
sen und müssen ständig dem wechseln-
den klinischen Bild des Patienten angepasst werden. Die persönliche Lebenssituation wird dabei ebenso berücksichtigt wie das Lebensalter, zusätzliche Begleiterkrankungen und bisherige Erfahrungen mit Medikamenten. Wichtig ist hierbei, auch die Angehörigen in die Therapie einzubeziehen.

Das Behandlungsziel ist, die motorischen und psychischen Fähigkeiten des Patienten durch kombinierte und integrierte Maßnahmen deutlich zu verbessern, seine Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten und ihn bestmöglich auf die Rückkehr in den Alltag vorzubereiten. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist dabei auch, dass der Patient lernt, die angebotenen Möglichkeiten der ganzheitlichen Therapie für sich umzusetzen.

Die Basis der Behandlung bildet die für den Patienten individuell zugeschnittene medikamentöse Therapie, in der Regel eine Kombinationsbehandlung verschiedener Pharmaka mit sich ergänzenden Wirkmechanismen. Entsprechendes gilt für psychiatrische, internistische und orthopädische Begleiterkrankungen.

Die physiotherapeutischen Maßnahmen erfolgen auf neurophysiologischer Grundlage. Das Hauptziel ist, die allgemeine Beweglichkeit des Patienten zu erhalten beziehungsweise zu verbessern und weiteren Bewegungseinschränkungen entgegenzuwirken. Aufgrund der erhöhten Fallneigung vieler Patienten, kommt der Sturzprävention eine besondere Bedeutung zu. Gefährdete Patienten erhalten daher ein individuell auf sie abgestimmtes Sturzprophylaxe-Training.

Die psychotherapeutische Begleitung umfasst Strategien zur Krankheitsbewälti-
gung ebenso wie Entspannungstechniken, intensive Stimm- und Sprechtherapie, gezieltes Hirnleistungstraining sowie die Schulung der kreativ-feinmotorischen Fertigkeiten.

Die Ergotherapie richtet ihr Augenmerk besonders auf die Bereiche körperliche Selbstversorgung, eigenständige Lebensführung (Schreiben, Ankleiden etc.) und sensomotorische Funktionen, zum Beispiel Feinmotorik der Hände. Oberstes Ziel ist die größtmögliche körperliche, geistige und soziale Selbstständigkeit des Patienten. Die angewandten Maßnahmen orientieren sich daher maßgeblich an dessen alltäglichen Bedürfnissen.

Schwerpunkt der Logopädie sind Übungen, die die Atem-, Stimm- und Sprech-
leistung des Patienten verbessern. Diese werden durch Wahrnehmungs-
übungen ergänzt. Ein zusätzliches Training von Artikulation, Sprechtempo und Mimik dient dem Erhalt einer aktiven und selbstbewussten Kommunikation. Einen weiteren Behandlungsschwerpunkt bildet das Schlucktraining.



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