Therapie
Medizin nach Maß
Medikamentöse Therapie
Im Zentrum der Parkinson-Behandlung steht die medikamentöse Therapie. In der Regel werden verschiedene Pharmaka mit sich ergänzenden Wirkmechanismen kombiniert. Entsprechendes gilt für psychiatrische, internistische und orthopädische Begleiterkrankungen. Die derzeit verfügbaren Substanzgruppen unterscheiden sich mitunter erheblich in ihrem Wirk- und Nebenwirkungsprofil. Bewährt haben sich vor allem Dopaminagonisten und L-Dopa. Je nach Krankheitsbild und Verträglichkeit kommen außerdem NMDA-Antagonisten (Amantadine), COMT-Hemmer, MAO-B-Hemmer und/oder Anticholinergika zum Einsatz.
Wann und in welcher Form eine spezifische medikamentöse Therapie eingeleitet wird, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Ausschlaggebend ist dabei die individuelle Situation des Patienten und wie er mit den Beschwerden und Beeinträchtigungen in seinen persönlichen und beruflichen Aktivitäten zurechtkommt.
Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass für Dopaminagonisten und MAO-B-Hemmer Daten vorliegen, die darauf hinweisen, dass der Erkrankungsverlauf modifziert, vielleicht verlangsamt werden kann.
Eine wesentliche Rolle spielt neben dem klinischen Bild das Alter des Patienten. Je jünger der Patient ist, umso länger sollte der Einsatz von L-Dopa hinausgezögert werden. Jüngere Patienten sind aufgrund der langen Krankheitszeit häufiger von Langzeitkomplikationen wie Schwankungen der Beweglichkeit, Dyskinesien (Überschussbewegungen) oder Dystonien (anhaltende Muskelverkrampfungen) betroffen. Deshalb ist es wichtig, die Medikation regelmäßig zu überprüfen und dem klinischen Bild entsprechend anzupassen.
Termine:
2. Wolfacher Symposium
Physio- und Bewegungstherapie beim Parkinson-Syndrom
Mit dem vorliegenden Kursangebot bieten wir nun schon zum zweiten Mal eine Veranstaltung für Physiotherapeuten an.
Wir möchten Ihnen einen umfassenden Einblick in Erfahrung und Erkenntnisse der Behandlung an Morbus Parkinson erkrankter Patienten ermöglichen.
Neuigkeiten:
Welt-Parkinson-Tag 2011
Parkinson in der Partnerschaft
Partnerschaften, in denen ein Partner am Morbus Parkinson erkrankt, sind trotz dieser chronischen Erkrankung in fast allen Fällen stabil. Das ist eine der zentralen Aussagen, die Dr. Gerd Fuchs, Chefarzt der Parkinson-Klinik Wolfach, anlässlich des diesjährigen Welt-Parkinson-Tags äußerte.
Buch-Neuerscheinung
Für Pflegekräfte und Angehörige
Pflege von Menschen mit Parkinson –
Praxisbuch für die häusliche und stationäre Pflege, Verlag Kohlhammer, Juni 2010. Weitere Informationen erhalten Sie hier…
Welt-Parkinson-Tag 2010
dPV-Gruppen zu Gast in Wolfach
Rund 90 Parkinson-Erkrankte und An-
gehörige informierten sich am 10. April über aktuelle medikamentöse Strate-
gien, psychologische Aspekte der Krankheitsverarbeitung und physio-
therapeutische Maßnahmen zur Sturzprophylaxe. Weitere Informationen erhalten Sie hier…
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