Aktuelles
Newsletter - Ausgabe 5 - Dezember 2009
Parkinson heute
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Leserinnen und Leser,
aufgrund der klinikinternen Umstrukturierungen, die unsere Kapazitäten stark beansprucht haben, erscheint dieses Jahr nur eine Ausgabe von „Parkinson heute“. Mit ihr präsentieren wir Ihnen auch ein neues Format, welches Ihnen die Recherche einzelner Beiträge zukünftig erleichtert und weder Ihren Computer noch den Aktenordner zusätzlich belastet. Dafür mussten wir allerdings auf das ansehnliche Design der letzten Ausgaben im Pdf-Format verzichten und uns den etwas spröderen Vorgaben des Internets fügen.
Unverändert ist der Aufbau unseres Newsletters. Neben einem Beitrag zum Thema Impulskontrollstörungen, die im Rahmen der dopaminergen Therapie auftreten können, stellen wir Ihnen auch in dieser Ausgabe aktuelle pharmakologische Studien vor. Für den MAO-B-Hemmer Rasagilin konnte nun erstmalig auch in der klinischen Situation ein krankheitsmodifizierender Effekt nachgewiesen werden, was bisher nur in Tiermodellen möglich war.
Dass nicht jede Studie das erhoffte Ergebnis bringt, zeigt sich am Beispiel des COMT-Hemmers Entacapon, der sich in der frühen Kombinationstherapie mit Levodopa/Carbidopa leider nicht bewährt hat. In einer weiteren Studie zeigte sich unter seinem Einsatz allerdings eine Verbesserung der motorischen Kontrolle.
Im Anschluss an die einzelnen Beiträge finden interessierte Laien eine Erläuterung der Fachbegriffe.
Last but not least stellen wir Ihnen zwei neue Mitarbeiterinnen vor, die unser Team seit März dieses Jahres verstärken und einen wesentlichen Anteil an der Umsetzung der multimodalen Komplexbehandlung haben.
Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre, eine besinnliche Weihnachtszeit und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr.
Mit besten Grüßen
Ihr Dr. Gerd A. Fuchs
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Wenn Verhalten nicht mehr steuerbar ist
Pathologisches Spielen und Kaufen sind wie das Binge Eating und die Hypersexualität mögliche Nebenwirkungen der dopaminergen Therapie
Mit 6,6 bis 9 Prozent sind Parkinson-Patienten wesentlich häufiger von Impulskontrollstörungen betroffen als die Allgemeinbevölkerung, vor allem wenn sie mit Dopaminagonisten behandelt werden. Besonders gefährdet sind Patienten mit einem jüngeren Erkrankungsalter, dem pathologischen Bedürfnis nach Neuem („Novelty Seeking“) und depressiven Verstimmungen.
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Studie belegt krankheitsmodifizierenden Effekt
Eine Frühtherapie mit dem MAO-B-Hemmer Rasagilin kann den Krankheitsverlauf des Morbus Parkinson verlangsamen
Die aktuell veröffentlichte ADAGIO-Studie belegt erstmalig eine signifikante Verlangsamung der Krankheitsprogression. De-novo-Patienten, die von Beginn an mit einer Tagesdosis von 1 mg Rasagilin behandelt wurden, zeigten sich auch nach 72 Wochen weniger stark motorisch beeinträchtigt als Patienten, die in den ersten 36 Wochen Plazebo erhielten.
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Keine Zulassung für frühe Kombinationstherapie
Der Früheinsatz von Levodopa/Carbidopa/Entacapon kann Dyskinesien nicht hinauszögern. Verbessern lässt sich aber die Symptomkontrolle
Den Ergebnissen der STRIDE-PD-Studie zufolge treten Dyskinesien unter dem frühen Einsatz von Levodopa/Carbidopa mit Entacapon nicht wie erhofft seltener und später auf, sondern früher und häufiger. Ein positives Ergebnis erzielte dagegen die FIRST-STEP-Studie. Sie belegt, dass die initiale Kombinationstherapie gegenüber herkömmlichem Levodopa eine bessere motorische Kontrolle bieten kann.
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Gebündelte Expertise
Nach intensiver Vorbereitung hat die Parkinson-Klinik Wolfach die multimodale Komplexbehandlung eingeführt. Neue Mitarbeiterinnen verstärken das Team
Die multimodale Komplexbehandlung ermöglicht die Integration verschiedener therapeutischer Ansätze und untermauert damit den Anspruch der Klinik, ihre Patienten ganzheitlich zu versorgen. Während der Behandlung werden die Patienten von einem speziell geschulten Team aus Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden beziehungsweise Sprachtherapeuten betreut.
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2009
Dezember
2008
Oktober
Psychosen: Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz und häufiger Grund für die Pflegeheimeinweisung
Neue Behandlungsoptionen: Zulassungen für Ropinirol retard und Piribedil erweitern Spektrum der therapeutischen Möglichkeiten
Im Dienste des Patienten: Welt-Parkinson-Tag 2008 mit mehr als 100 Gästen in der Parkinson-Klinik Wolfach
Parkinson heute – Ausgabe 4 im Pdf-Format
2007
Dezember
Reisen ohne Nebenwirkungen: Die reisemedizinische Beratung von Parkinson-Patienten hilft unnötige Risiken zu vermeiden
Zulassungen erweitert: Rotigotin erhält Zulassung für Kombinationstherapie mit L-Dopa. Rivastigmin stellt zweites transdermales Pflaster
Im Dienste des Patienten: Von der Qualität der medizinischen Versorgung bis zum ehrenamtlichen Engagement
Parkinson heute – Ausgabe 3 im Pdf-Format
Januar
Wenn die Nase versagt: Störungen des Riechvermögens als Frühsymptom des idiopathischen Parkinson-Syndroms
Transkranielle Sonographie: Moderne Ultraschall-Geräte ermöglichen Abgrenzung von Parkinson-Syndromen bereits in frühen Krankheitsstadien
Im Dienste des Patienten: Die Psychologin Daniela Djundja tritt die Nachfolge von David Emmans an
Parkinson heute – Ausgabe 2 im Pdf-Format
2006
April
Vom Pflaster bis zur Sonde: Neue Applikationsformen und Wirkstoffe erweitern die therapeutischen Möglichkeiten
Demenz und Depressionen: Verbesserte diagnostische und therapeutische Ansätze bei neuropsychiatrischen Begleiterkrankungen
Im Dienste des Patienten: Netzwerk für Forschung und eine optimale Versorgung von Parkinson-Patienten
Newsletter:
Neuigkeiten:
Welt-Parkinson-Tag 2010
dPV-Gruppen zu Gast in Wolfach
Rund 90 Parkinson-Erkrankte und An-
gehörige informierten sich am 10. April über aktuelle medikamentöse Strate-
gien, psychologische Aspekte der Krankheitsverarbeitung und physio-
therapeutische Maßnahmen zur Sturzprophylaxe …
Website mit Gütesiegel
Patientenfreundliches Internet
Die Initiative Medizin Online (imedON) zeichnet die Website der Parkinson-Klinik Wolfach für ihre Benutzerfreund-
lichkeit und Transparenz aus …
dPV-Qualitätszertifikat
Von Experten empfohlen
Ziel des Zertifikates ist es, die Betreuung sowie die Lebensumstände von Parkinson-Patienten und ihren Partnern zu verbessern.
Termine:
Psychologie und Morbus Parkinson
5. bis 6.11.2010
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